Donnerstag, 30. Januar 2014

Wasserverbrauch pro Tag und Einwohner

Laut dem statistischen Bundesamt verbrauchte jeder Einwohner pro Tag im Jahr 2010 genau 121 Liter Wasser. Im Jahr 1983 waren es noch 147 Liter. Seit dem ist der Wasserbrauch kontinuierlich gesunken. 1991 waren es 144 Liter, 1995 noch 132 Liter. Im Jahr 2010 waren 99,3 Prozent der Bevölkerung an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen. Ein Modelhaushalt zahlte 2010 laut dem statistischen Bundesamt 441 Euro für Wasser und Abwasser. Davon entfallen 167,60 Euro auf Trinkwasser und der Rest auf Abwasser.

Quelle: statistisches Bundesamt / Wasserwirtschaft

Weltgrößte Leitmesse Gartenbau in Essen eröffnet

Am 28. Januar 2014 eröffnete der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Dr. Hans-Peter Friedrich die weltgrößte Leitmesse für Gartenbau in Essen. Hier präsentieren sich bis zum 31. Januar rund 1500 Aussteller aus 50 Ländern. Es werden Fachbesucher aus etwa 100 Nationen erwartet. Zur Eröffnung sagte Friedrich: „Wir müssen das Vertrauen der Verbraucher erhalten und die Freude und Begeisterung an Pflanzen weiter steigern.“ Als Agrarminister betonte er die bedeutende Rolle des Gartenbaus, denn immerhin 22.000 Menschen finden in dieser Branche eine Arbeit und 90.000 weitere in naheliegenden Bereichen. Die Berufe Gärtner und Florist sind gefragt. Im Weiteren hebt Friedrich hervor: „Städte bleiben nur bewohnbar, wenn genug Grün vorhanden ist. Gerade in der Stadt erfüllen gepflegte Grünflächen und Parks wichtige Funktionen als Staubfilter, Lärmdämpfer oder Sichtschutz und leisten damit einen wichtigen Beitrag für die Umwelt.“ Für das Zukunftsthema Stadtgrün soll noch in diesem Jahr ein Kongress organisiert werden, um Stadtplaner zu sensibilisieren und nachhaltige Lösungen aufzuzeigen.

Besondere Aufmerksamkeit widmet der Minister den Bienen, der erläutert, dass die Zukunft der Gartenbaubranche nicht zuletzt von gesunden Bienenvölkern abhängt. Er weist darauf hin, das in das Forschungsprojekt „Fit Bee“ rund 1,7 Millionen Euro fließen. Hier geht es um robuste und gesunde Bienenvölker. Ziel ist es, die Zahl der Völker zu erhöhen. Damit Bienen es zukünftig leichter haben, bietet das BMEL auf seiner Homepage eine Bienen-App an, die Verbrauchern Tipps gibt, welche Blumen und Pflanzen als Bienennahrung auf Balkon und im Garten besonders wertvoll sind. Nicht nur Stadtplaner, Land- und Forstwirte, sondern auch Hobby-Gärtner können mit den richtigen Pflanzen einen Beitrag leisten, die Pflanzenvielfalt und den Bienenbestand zu erhalten und zu vermehren.


Link zur Messe des Gartenbaus:
http://www.ipm-essen.de/weltleitmesse/

Interessante Zahlen: Rund 8,66 Milliarden Euro gaben die Deutschen 2012 für Blumen, Grünpflanzen und Ziergehölze aus. Jeder Deutsche kauft pro Jahr für etwa 100 Euro Gewächse und für 40 Euro Schnittblumen. Damit ist Deutschland in Europa der größte Markt für Blumen und Pflanzen.

Quelle: agrar-presseportal vom 28.01.2014

Freitag, 30. August 2013

Leberwurstbaum auf Madeira

Leberwurstbaum (Kigelia pinnata) - Früchte

Sie wird als Blumeninsel bezeichnet und ist tatsächlich ein Paradies für Pflanzenliebhaber, die Insel Madeira. Hier wachsen allerdings nicht nur Blumen und blühende Sträucher, sondern auch zahlreiche Bäume mit Früchten, die uns Nordeuropäer staunen lassen. Was sind das für Früchte? Zum Glück sind viele Gewächse in den Parks der Hauptstadt Funchal beschriftet, meistens mit dem wissenschaftlichen Namen.

Das Schild verrät also, es ist Kigelia pinnata - zu deutsch der Leberwurstbaum. Den Namen hat er den leberwurstähnlichen Früchten zu verdanken, die an langen Schnüren vom Baum hängen. Sie werden in ihrer afrikanischen Heimat gerne von Elefanten und Giraffen gefressen, auch Paviane knacken die harte Frucht. In Funchal dürfen sie gefahrlos wachsen und so steht wohl mancher Tourist vor den seltsamen Gebilden. Diese sind zwar essbar, sollen aber nicht schmecken und werden auch sonst kaum genutzt. In Afrika gibt es einige Anwendungen als Heilmittel. Ich habe leider nur die Früchte gesehen. Die Blüten sollen sehr ansehnlich sein, im einzelnen bis zu 13 Zentimeter groß. In ihrer Rispenform ähneln die Blütenstände denen von Kastanien. Nur dass sie größer sind und in der Zahl geringer. Die blühenden, trichterförmigen Gebilde verströmen einen Duft, den Fledermäuse mögen. Sie werden auch durch diese bestäubt. Für die Entwicklung seiner Früchte braucht der Leberwurstbaum mehrere Monate. Sie können bis zu 60 Zentimeter lang werden und dann fünf Kilogramm wiegen. Kein Wunder also, dass ein afrikanisches Sprichwort davor warnt, sich unter dem Leberwurstbaum nieder zu lassen. In der Gattung Kigelia sind 10 Arten bekannt. Die zugehörige Pflanzenfamilie ist die Familie der Bignoniaceae.

Zu den Bignoniaceaen gehören einige bekannte Zierbäume, die auch europäische Gartenanlagen schmücken. Leider sind diese nicht uneingeschränkt winterhart. So gehört die Paulownia (Paulownia tomentosa) zu den seltenen Bäumen, die mit hellblauen Blüten gerne gepflanzt werden.

Quellen:
  • Pflanzenreich - Höhere Pflanzen 2 - antiqaurisch
  • Wikipedia und folgender Link mit einem schönen Foto einer Blüte


In Funchal sind viele Gewächse sorgfältig beschriftet.

Montag, 5. August 2013

Wohnen im Freien - Gartenpavillons

Metallpavillon
Ein gutes Buch und ein stilles Plätzchen im Garten sorgen dafür, dass Urlaubsgefühle den ganzen Sommer über möglich sind. In einem Pavillon mit Dach ist das sogar bei Regen möglich. Wie das Gartenhäuschen aussehen soll, kann jeder selbst entscheiden. Denn die Gestaltungsmöglichkeiten sind so vielfältig, dass sich für jeden Geschmack etwas findet. Die Anbieter passen sich individuell den Kunden an. Holz oder Metall, offen oder geschlossen, rund oder eckig darf es sein.

In meinem neuen Gartenblog habe ich dazu einen Artikel geschrieben. Allein die Bilder sind sehenswert.

Zum Artikel: Holz- oder Metallpavillon

Direkt zum Anbieter verschiedener Varianten aus Metall: www.gartendesign.de

Donnerstag, 20. Juni 2013

Schweinebestand in Brandenburg - Zahlenspiele

Rund jeder dritte Brandenburger hält ein Schwein. Das klingt komisch? Es errechnet sich ganz einfach aus dem aktuellen Schweinebestand des Landes und dessen Einwohnerzahl. Der grüne Presseservice (agrar-presseportal.de) veröffentlichte Zahlen für den Mai 2013. Demnach leben 754.000 Schweine im Land Brandenburg. Geht man von gerundet 2.490.000 Einwohnern aus (Quelle Wikipedia), so kommen auf rund 3,3 Einwohner ein Schwein. Bei einem Schlachtgewicht von rund 110 Kilogramm (es können auch 125 sein) produzieren drei Brandenburger also grob gerechnet 360 Kilogramm Schweinefleisch, für jeden Tag ein Kilogramm. Jeder könnte also etwa 330 Gramm Fleisch täglich verzehren. Sicher sind das Zahlenspielereien mit gerundeten Werten. Sie machen aber deutlich, welche Fleischberge wir produzieren. Geht man nun davon aus, dass die Brandenburger die Stadt Berlin in ihrem Herzen mitversorgen, so sieht das Zahlenspiel etwas anders aus. Es kommen 3,54 Millionen Einwohner dazu, zusammen also 6.030.000 Menschen. Daraus errechnet sich, dass "nur noch" jeder achte Einwohner ein Schwein hält. Die 360 Kilogramm Fleisch werden also auf 8 Menschen aufgeteilt, was pro Bürger 45 Kilogramm bedeutet. Rechnen Sie die 45 Kilogramm nun auf das Jahr um, so ergibt dies, dass jeder etwa 120 Gramm Schweinefleisch täglich verzehren kann. Mag sein, dass dies für Liebhaber eines guten Schnitzels nicht mehr so viel klingt. Allerdings muss man zu diesem Fleischkonsum ja noch die Hühner, Puten, Enten, Gänse, Rinder, Schafe, Ziegen und Kaninchen rechnen. Das Fleisch der drei zuletzt genannten steht vermutlich selten auf dem Tisch, ein Rindersteak, die Hühnchenbrust und die Gans zum Festtag zählen dagegen zum Normalen. Gleich nach China und den USA ist Deutschland der drittgrößte Schweinefleischproduzent der Welt. Brandenburg leistet dazu seinen Beitrag.

Laut dem grünen Presseservice ist die Zahl der Schweine im Land jedoch gesunken. Im November 2012 wurden 20.000 Schweine mehr gehalten. Im Mai 2012 waren es sogar 31.000 Tiere mehr. Aus der Sicht einer gesunden Ernährungsweise, kann dieser Rückgang nur gut sein. Dazu, wie die Produzenten das selbst sehen, äußert sich der grüne Presseservice nicht. Sind es die Verbraucher, die tatsächlich weniger Fleisch essen? Wird die Produktion auf Grund der niedrigen Fleischpreise unattraktiver? Dies sollten hier nur Zahlen sein. Wie sie beurteilt werden, muss der Leser für sich selbst entscheiden.

Quelle: agrar-presseportal.de - 19.06.2013